Ein Abend mit S.

Mal wieder ein Treffen mit S., um unsere Autorenkarriere voranzubringen. Sitzen an einem kühlen Sommerabend draußen vor dem Café Morgenrot in Prenzlauer Berg, er mit einer Cola, ich mit einem Bier. Habe mehrere Leute eingeladen, deren Texte ich bereits hören oder sogar als Buch veröffentlicht sehen durfte, um unserem Autor*innen-Stammtisch mehr Gewicht zu verleihen. Zwei Personen hatten allerdings bereits im Vorfeld abgesagt, zwei hatten sich gar nicht zurückgemeldet, eine war unentschlossen und noch eine, auf die ich große Hoffnungen setzte, da sie im deutschen Verlagswesen tätig ist (wenngleich auch nur für Schulbücher), konnte auch nicht kommen, da es einen Krankheitsfall in der Familie gab. Ich frage mich, ob unser Stammtisch vielleicht unter keinem guten Stern steht. Immerhin ist O. aus U. zumindest interessiert und stellt ihre Anwesenheit für später am Abend – nach dem Besuch diverser Ausstellungseröffnungen – noch in Aussicht. Im Endeffekt sind wir aber mal wieder nur zu zweit. Wir warten noch eine Weile, plaudern über dies und das, immer noch in der Hoffnung, dass doch noch jemand auftauchen würde. Nach über einer Stunde des Wartens sind wir langsam bereit, unsere Hoffnung aufzugeben. Wir tauschen die Getränke – S. nimmt das Bier, ich nun die Cola – und S. packt sein aktuelles Buch-Projekt aus: ein Schlachtplan mit Inhaltsangabe, Personenregister, Seitenzahlen, White Board Schema und terminierter Agenda, an welchen Tagen bis zu einem konkreten Datum im Herbst der erste Entwurf des Buchs fertig geschrieben sein soll. Hätte man diesen Mann die Operation Overlord planen lassen, wäre Berlin wahrscheinlich bereits eine Woche nach der Landung in der Normandie von den Alliierten eingenommen worden. Dann erzählt S. mir noch von einer Software, mit der man seine Schreibprojekte besser strukturieren kann, von der ich aber nur das Wort „verschieben“ verstehe. Ich hingegen habe anderthalb Seiten eines vagen Buchprojekts zu bieten, die stilistisch recht stark ins Absurde tendieren und bei denen ich inhaltlich nicht weiß, wo sie eigentlich hinführen sollen. Zusätzlich kann ich noch einen eine A4-Seite-langen Kommentar zur österreichischen Innenpolitik vorweisen, der nur leider nicht mehr ganz aktuell ist.

Nach nicht mal zwei Stunden entschließen wir uns, das Treffen zu beenden, da S. noch immer gesundheitlich angeschlagen ist. Frage mich nur, warum wir dann die ganze Zeit draußen im Kalten saßen und er eine Kippe nach der anderen anzündete. Kurz vor der Straßenbahnhaltestelle treffen wir dann doch noch O. aus U., die tatsächlich von einer Ausstellungseröffnung aus Charlottenburg extra rübergemacht hat, um unserem Treffen beizuwohnen. Tja, schade, denken wir alle, aber wir müssen uns wohl aufs nächste Mal vertrösten. In der Straßenbahn versuche ich S. dann noch davon zu überzeugen, alle Fotos immer sofort im Internet zu veröffentlichen, denn Online sei das neue Offline. Den letzten Teil denke ich mir aber nur und verabschiede ihn nach ein paar Stationen in die Nacht. Am Ende ist man als Autor doch immer allein.

Traumgedöns

Manchmal träume ich nachts, manchmal tagsüber und manchmal während eines Powernaps auf der Couch. Ich weiß, dass ich sehr wirres Zeug träume und mich manchmal sogar daran erinnere. Ich war noch nie ein begeisterter Frühaufsteher, eher ein euphorischer Langschläfer. Aber egal wie kurz oder lang ich schlafe, ich träume. Manchmal so intensiv und real, dass […]

Das Traumtagebuch

Bei einem unserer letzten Treffen im Café Morgenrot – wo Roman, Kate Kate und Ich uns regelmäßig treffen – entschieden wir uns, ein Experiment zu wagen: Ein Traumtagebuch. Dem Namen nach würden wir versuchen, unsere Träume aufzuschreiben, oder das, was uns von ihnen im Gedächtnis blieb. Wer traumlos aufgewacht war, schrieb einfach auf, was ihr […]

Mein erstes Buch – Sofies Welt

Mein erstes Buch: Sofies Welt von Jostein Gaarder.

Mit 14 Jahren dachte ich, ich müsste geistig reifen. Ich las Sofies Welt – Roman über die Geschichte der Philosophie von Jostein Gaarder. Ein 600-Seiten-Klopper, der mich von der ersten bis zur letzten Zeile fesselte. Der Titel gefiel mir. Er klang nach Ferne, Abenteuer und Größe. Dem kleinstädtischen Leben entfliehen, mit dem Rucksack die Welt […]

Kate Kate mit Debütroman

„Bist du heute im Rosi’s?“ gewinnt bei Lesewettbewerb

Unsere Autorin Kate Kate hat beim Konzept*Feuerpudel den ersten Platz belegt. Bei der Lesebühne werden eingesendete Texte einmal im Monat von Diether Kabow, der auch durch den ganzen Abend moderiert, vorgelesen. Die Autor*innen der Texte sitzen anonym im Publikum und können so zur Abwechslung mal ganz konzentriert den Reaktionen der Zuhörer*innen lauschen. Das Publikum stimmt […]

hanf-marijuana

„Auf deutschem Boden darf nie wieder ein Joint ausgehen!“ Zur Legalisierung von Cannabis in der BRD

Anlässlich des 4/20 (in Worten: fourtwenty), also dem inoffiziellen Feiertag der Hanffreundinnen und –freunde am 20. April, ist es mal wieder an der Zeit, die Gretchenfrage zu stellen: Deutschland, wie hast du’s mit der Inhalation?

10 Jahre A Design for Life

10 Jahre A Design for Life

„Lass mal auf den anderen Floor gehen“, höre ich einen Typen neben mir zu seiner Freundin sagen. „Warte, lass mal noch den nächsten Song abwarten“, antwortet sie. Ich blicke zum DJ-Pult und sehe, wie Dirk gespannt in die Menge blickt. Eric legt eine CD ein und macht sich bereit für den Übergang zum nächsten Song. […]