#metoo

Hier ein sehr verspäteter Beitrag zur Metoo-Debatte, wütend und direkt, bisher zu unfertig, um veröffentlicht zu werden. Er ist hart, etwas vulgär, aber dem Thema angemessen, denn sexuelle Gewalt und Frauenfeindlichkeit sind genauso brutal und übergriffig, wie es manche dieser Worte sein werden.

 

Er ist ein Mann mit Macht, der viel Geld und Freunde sich gemacht,
der gern Zigarren raucht und trinkt und dabei lacht,
der weiß, was er will, als er mich an sich drückt und geübt meinen BH aufmacht.

Er führt mich zur Couch, seine Hand wandert in meinen trockenen Schritt,
und ich gebe mich aus Angst allein hin, anstatt seinem steifen Schwanz einen saftigen Tritt.
Er ist ein Mann, der sich an jungen Frauen aufgeilt,
hoffend, dass irgendwie so sein beschissenes Ego heilt.

Ein Ego so klein wie sein Schwanz,
ich soll ihn gleich in den Mund nehmen, aber ganz.
Es reicht, zu viel, reiß mich los und stoße ihn weg.
Er tobt und beruhigt mit Mühe sein Sexbesteck.

Sein lüsterner Blick wollte den schnellen Fick,
seine Hände dachten, grapschen wäre der angemessene Trick.
Ich wünsche mir nur, er bekäme einen qualvollen Tod am Strick.

Ärgere mich über meine Wut,
denn ich fühle mich falsch, denn niemand sieht das Blut,
weil diese Wunde unsichtbar bleibt,
bis sich eine Frau richtig entscheidet und es niederschreibt:

Das Bekenntnis, das sein sexistisches falsches Leben für alle sichtbar macht,
und eine zerstörerische Diskussion über seinen Ruf als tugendvollen Menschen entfacht.
Wenn du als erste Person den mutigen Schritt wagst
und es endlich allen sagst:

Weint nicht öffentlich innerlich und offen zu haus‘,
haltet es nicht länger geheim, sondern schreit es heraus,
verhindert, dass er wieder über euch lacht
und zerstört seine frauenverachtende Macht.
Tut es wie ich und schreit es ihm zu
und sagt es dann allen: #metoo!

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